Was kostet die Teilnahme an de Künst

Erläuterung, wie wir zu den Kosten kamen

Anfangs war für uns klar, das wir den Künstlern keine fixen Kosten vorab abverlangen wollten. Also kam nur eine prozentuale Beteiligung am Erlös beim Verkauf eines Werkes in Betracht. So muss kein Künstler vorab mit Kosten rechnen.

Doch mit der Einrichtung unseres Verkäufershops tauchten diverse kleine Probleme auf. Keine technischen Fehler, eher Designfehler. Wobei Designfehler sind es eigentlich auch nicht, wenn man bedenkt, das solche Systeme häufig erstmal für den amerikanischen Markt konzipiert werden. Da bei uns in Deutschland vieles anders läuft, gab es Reibungspunkte.

In Deutschland ist es so, das wer verkauft, auch steuerpflichtig ist. Das bedeutet für uns, das wir Unterlagen für das Finanzamt vorliegen haben müssen, damit eine ordentliche Buchhaltung gewährleistet bleibt. 

Kauft Kunde bei de Künst, holt ab und bezahlt beim Künstler, so muss de Künst eine Rechnung über die Gebühr an Künstler schreiben und der darf erst dann die Gebühr begleichen.

Kauft Kunde bei de Künst, holt ab und bezahlt im Atelier An der Mühle, so muss Künstler eine Rechnung de Künst über seine Tantiemen (Erlös minus Gebühr für de Künst) schreiben. Erst dann darf de Künst die Tantiemen auszahlen.

Viel zu viele Punkte, bei denen es im Livebetrieb haken kann, wo es zwischen de Künst und Künstlern zu Reibereien kommen würde. Und viel zu viel Bürokratie.

Ich hab mir verschiedene Konzepte von Systemen für Marktplätze angeschaut, installiert und probiert. Doch vom Ansatz her, wie sie funktionieren, unterscheiden sich die leider kaum. Wie gesagt, auf dem amerikanischen Markt bzw. in anderen Konstellationen wären alle ohne Probleme einsetzbar. Entschieden habe ich mich letztlich für eines mit weniger Funktionen und Features, dafür aber eine soliden technischen Basis.

Wie wir es stattdessen machen

Es gibt eine monatliche Gebühr für die Teilnahme an de Künst. Die Gebühr wird im Abonnement erhoben. 

Das Abonnement kann jederzeit gekündigt werden. In dem Fall werden alle Produkte von Künstler offline genommen, sind so nicht mehr bestellbar, verbleiben aber auf de Künst. Sollte sich Künstler später doch wieder für eine Teilnahme begeistern, so können die Produkte einfach wieder aktiviert werden, müssen nicht erneut eingepflegt werden. Sollte sich Künstler nach Ende des Abonnements für eine endgültige Löschung seiner Produkte entscheiden, so wird seinem Wunsch selbstverständlich entsprochen.

Künstlergesprächsrunde entschied

In einer Gesprächsrunde mit Künstlern im Februar 2019 kam der Vorschlag, sowohl eine monatliche Gebühr als auch eine Provision beim Verkauf eines Werkes einzuführen. Doch das lehnte ich aus oben genannten Gründen ab. Wir einigten uns auf eine monatliche Gebühr von 10 €, zahlbar jährlich und auf Rechnung (120 €).

Rechnungen schreiben wir auf unserer eigenen Webseite Atelier An der Mühle. Nur dort kann auch das Abo für die Teilnahme an de Künst gebucht werden. In der Regel kümmern wir uns um den Abschluss des Abos, Künstler muss nicht weiter aktiv werden sondern erhält von uns die Rechnung per E-Mail zum Zeitpunkt des Abschlusses bzw. der Verlängerung zugesandt. 🙂

Wie das geht